Die alte Schule auf einer historischen Ansichtskarte, Zeitpunkt unbekannt

 

 

Mit Fug und Recht kann man die alte Schule in der Mainstraße heute als DAS Wahrzeichen Georgenborns bezeichnen.

 

Die alte Schule in Georgenborn wurde am 31. Juli 1899 eingeweiht. Die Schule war in komfortabler Backsteinbauweise errichtet und verfügte über einen Unterrichtsraum und eine Turnhalle im Erdgeschoss sowie über eine geräumige Lehrerwohnung im ersten Obergeschoss. Im Unterrichtsraum wurden bis zur Aufgabe des Schulbetriebs acht Klassen in einem Raum unterrichtet. Die Errichtung des Bauwerkes wurde durch den damaligen Mäzen des Ortes, Baron Krauskopf, ermöglicht. Auch in der der darauf folgenden Zeit wurde die Schule von ihm kontinuierlich unterstützt. Der für die Schule angestellte Lehrer unterrichtete die Kinder in achtwöchigem Wechsel mit seinem Kollegen aus Schlangenbad. 

 

Da sich Georgenborn in verkehrsgünstiger Lage zu Wiesbaden befand, hatten sich im Laufe der Zeit einige Wiesbadener Lehrer für die Unterrichtung an der Georgenborner Schule gefunden. Von 1948 bis zur Schließung der Schule im Jahr 1967 wurden die Georgenborner Kinder in der einklassigen Schule (d. h. die Klassen 1 bis 8 wurden in ein und demselben Klassenraum unterrichtet) von dem Lehrer Rudolf Buchberger unterrichtet, der heute noch im Ort, wenn auch nicht mehr in der Lehrerwohnung im ersten Obergeschoss, lebt.


Ab Sommer 1967 fuhren die Georgenborner Kinder mit dem Schulbus zunächst nach Wiesbaden Klarenthal in die Schule, bis dann die Grundschule in Bärstadt eröffnet wurde.

 

Der ehemalige Schulhof mit den zwei großen Linden rechts und links des Portals fiel, wie auch das unmittelbar nebenan gelegene Rathaus, der Umgestaltung der heutigen Mainstraße mit der Bushaltestelle zum Opfer, die Fläche hinter dem Gebäude beheimatet seit 1976 das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr.

 

Nach der Aufgabe des Unterrichtsbetriebes im Sommer 1967 war die alte Schule zunächst Heimat des Kindergartens. Nach dessen Umzug in die alte Turnhalle am Triefenbergweg übernahm die Junge Bühne Schlangenbad zunächst das Erdgeschoss. Aus dem im linken Gebäudeteil gelegenen ehemaligen Unterrichtsraum wurde das Foyer und aus der rechts gelegenen ehemaligen "Turnhalle" der Aufführungsraum des Theaters. Mittlerweile wird auch das komplette Dachgeschoss als Lagerraum für Requisiten von der Jungen Bühne genutzt. Die bis vor kurzem als Wohnraum genutzten Räumlichkeiten im ersten Stock beherbergen zur Zeit das Bauamt der gemeinde Schlangenbad.

 

 

 





Die alte Schule, aktuelle Aufnahme
Die alte Schule, aktuelle Aufnahme