Pressemeldung

     

 

 

 

 

Entstehung und Gestaltung des Georgenborner Wappens

 

 

Bereits 1996, angeregt durch die umfangreichen Feierlichkeiten zum 300jährigen Gründungsjubiläums Georgenborns, wurde die Idee geboren,

ein farbig gestaltetes Ortswappen zu kreiren.

 

Zwar exisitierte zu dieser Zeit bereits ein Signet, welches als Zeichen des Ortes einen Ziehbrunnen zeigte. Es war geschaffen worden, als Herr Karl Wintermeyer zur Amtseinführung von Bürgermeister Horst Dieter Reuter eine Amtskette fertigte. Auf den einzelnen Elementen der Kette waren die Wappen der sieben Schlangenbader Ortsteile zu sehen, da Georgenborn über keines verfügte, entwarf er das Signet mit dem Brunnen, welches jahrelang Verwendung fand, bspw. in den Schlangenbader Nachrichten.

 

Etwa 2011 festigte sich im Ortsbeirat die Idee, nun endlich ein farbiges und individuelles Wappen für den Ort zu schaffen. Die Ortsvorsteherin, Frau Karin Reinemer sowie der Schriftführer, Herr Mario Bredel, setzten sich mit Bäckermeister Daniel Eckert zusammen, der als "Hobby-Heimatforscher" über umfangreiches Material und Wissen verfügt, um die Gestaltung des künftigen Wappens zu planen.

 

Man kam überein, ein aus den Nassauer Farben, blau/orange, bestehendes Wappen zu schaffen, versehen mit dem Nassauer Löwen, bezogen auf den Gründer des Ortes, den Fürsten Georg August Samuel von Nassau-Idstein sowie mit einem Signet, dass den Gründungspunkt unseres Ortes, die Georgsquelle, symbolisieren soll.

 

Frau Sarina Majewski-Reiche hatte sich bereit erklärt, das Wappen am PC zu gestalten und es bedurfte einigen Aufwand, bis sie nach und nach die vielen Änderungswünsche eingearbeitet hatte und einen entsprechenden Entwurf vorlegen konnte.

 

Der Entwurf war in den Nassauer Farben gehalten und enthielt sowohl den Löwen sowie das Signet für die Quelle. Eine Anfrage bei der Deutschen Heraldischen Gesellschaft ergab, dass eine Aufnahme des Wappens in die Deutsche Wappenrolle Kosten von etwa € 2.000,00 mit sich bringen würde. Das war vom Ortsbeirat keinesfalls zu stemmen und es war klar, dass man auf die Eintragung in die Wappenrolle verzichten musste. Aber man erfuhr auch, dass die Farbe orange in Deutschen Wappen -warum auch immer- unzulässig ist. Man entschloss sich daher, anstelle von orange die Farbe rot zu verwenden.

 

Der neue Entwurf, nun in rot und blau gehalten, wurde von den Ortsbeiratsmitgliedern eigentlich schon abgesegnet. Irgendwie wirkte er jedoch trist, ja fast bedrohlich. In einer Schlussbesprechnung bei Daniel Eckert kam man überein, die Farbe rot gegen gelb auszutauschen und darüber hinaus, das Wasser im Signet der Quelle, welches bisher weiß dargestellt war, zur besseren Erkennung, bläulich einzufärben.

 

Wieder war Frau Sarina Majewski-Reiche gefragt, die Wünsche umzusetzen. Heraus kam ein freundlich wirkendes Wappen, das auf Anhieb die Zustimmung sämtlicher Beteiligten fand.

 

Da man bei der Deutschen Heraldischen Gesellschaft zwecks Genehmigung des Wappens an das hessische Hauptstaatsarchiv verwiesen worden war, legte man dort den Entwurf des Wappens zur Genehmigung vor. Hier erfuhr man, dass in Hessen keine Zustimmung mehr zur Genehmigung eines Wappens seitens des Hauptstaatsarchives erforderlich ist. Es genügt mittlerweile, einen Beschluss der Gemeindevertreter über die Verwendung des Wappens einzuholen.

 

In der Sitzung des Gemeindeparlaments am 6. Nov. 2013 wurde dann die Verwendung des Wappens einstimmig beschlossen,

ein langer Weg war erfolgreich zu Ende gegangen.

 

Ein Dankeschön an alle Beteiligten, besonders an Herrn Daniel Eckert und vor allem an Frau Majewski-Reiche für Schaffung des Wappens sowie für die geduldige Umsetzung der vielen Änderungswünsche.